Halloween auch für Pfadfinder?In den Geschäften kann man es schon seit einigen Wochen sehen Halloween steht wieder vor der Tür; und seit einigen Jahren ist der „amerikanische“ Brauch auch bei uns in Mitteleuropa eingetroffen. Häufig wird Halloween als ein

Halloween auch für Pfadfinder? In den Geschäften kann man es schon seit einigen Wochen sehen Halloween steht wieder vor der Tür; und seit einigen Jahren ist der „amerikanische“ Brauch auch bei uns in Mitteleuropa eingetroffen. Häufig wird Halloween als ein heidnischer, nicht-christlicher, Brauch angesehen. Dabei ist der All Hallows’ Eve, der Tag vor Allerheiligen, wie er heute begangen wird eine Irisch-katholische Adaption keltischer Bräuche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich aus dem Fest Allerheiligen und dem darauf folgenden Allerseelen, an dem Katholiken der Verstorbenen gedenken. Da Halloween inzwischen in unser Gesellschaft eine Rolle spielt und viele Kinder und Jugendlichen in unseren Meuten, Trupps und Runden sich Halloween zu Eigen gemacht haben sollten wir die Chance nutzen und es in unser Pfadfinderprogramm aufnehmen. Es gibt uns nicht nur die Möglichkeit sich mit anderen Kulturen und Bräuchen auseinanderzusetzen, sondern auch mit unseren eigenen örtlichen Traditionen und Bräuchen. Zudem gibt es viel Potenzial an Bastelarbeiten oder eine schöne Kostümpartys. Ein Anknüpfungspunkt kann dabei das Kürbisschnitzen sein. Der Brauch des Schnitzens von Gesichtern in Kürbisse ist eine Jahrhunderte alte Tradition, die auf eine irische Legende über einen Mann namens Jack Stringy zurückgeht. Jack betrog den Teufel mehrere Male. Zuerst brachte er ihn dazu sich in eine Silbermünze zu verwandeln um damit einen Umtrunk zu bezahlen. Dann aber steckte er sich die Münze in seine Tasche neben sein silbernes Kreuz und verhinderte damit, dass der Teufel in seine ursprüngliche Form zurückwechseln konnte. Erst als der Teufel versprach Jack für ein Jahr in Ruhe zu lassen, befreite ihn Jack aus seiner Tasche. Im nächsten Jahr trafen Jack und der Teufel wieder aufeinander und dieses Mal übertölpelte Jack ihn ein weiteres Mal und überzeugte ihn auf einen Baum zu klettern. Während er auf dem Baum war schnitzte Jack schnell ein Kreuz in die Baumrinde und verhinderte, dass der Teufel wieder nach unten konnte. Nur als der Teufel sich für weitere 10 Jahre verpflichtete Jack nicht zu behelligen, ließ er ihn wieder vom Baum herunter. Bald darauf starb Jack. Doch durch seine Taten unbeeindruckt, verweigerte Gott ihm den Eintritt in den Himmel. Immer noch darüber verärgert wie Jack ihn ausgetrickst hat, verweigerte auch der Teufel Jack den Einlass in die Hölle. Stattdessen schickte er ihn in die Dunkelheit der Nacht mit nur einem Stück brennender Kohle um seinen Weg zu beleuchten. Der Legende zufolge legte Jack die Kohle in einer ausgehöhlten Rübe, und wandere seitdem ruhelos auf der Erde umher. In Irland wurde diese geisterhafte Gestalt Jack O'Lantern genannt, und in Irland und Schottland stellten Menschen ihre eigenen Versionen von Jacks Laterne her und schnitzen furchterregende Gesichter in Rüben oder Kartoffeln um Jack von ihren Häusern fern zu halten. Irische und schottische Einwandernde brachten den Brauch in die Vereinigten Staaten und stellten schnell fest, dass eine einheimische Pflanze, der Kürbis, perfekt für diese Tradition war. Der Altersstufe entsprechend können wir entdecken, welche anderen Bräuche wir aus anderen Ländern kennen, welche davon ihren Weg zu uns gefunden haben und welche wir uns zu Eigen gemacht haben. Viele unsere Feste und Bräuche haben alten keltische, germanische, römische oder christliche Ursprünge. Bei vielen Spielt das Licht in den dunklen Monaten eine wichtige Rolle. Welche Gemeinsamkeiten sehen wir beispielsweise zwischen den Sankt Martins Umzügen in November und dem Halloween Fest? Viele lokale Legenden meist an Brücke, Kirchen oder anderen Bauwerken beinhalten Geschichten bei denen ein schlauer Baumeister oder eine kluge Bäuerin den Teufel ausgetrickst haben. Hier bietet Halloween auch ein guter Anknüpfungspunkt um diese örtlichen Geschichten zu heben und unseren kleinen oder großen Pfadfinderinnen und Pfadfindern zugänglich zu machen. Deshalb keine Angst vor neuen Bräuchen! Happy Halloween!
Portrait de Scout_Lars
from Germany, il y a 5 années
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